Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

aufsmaulsuppe

Annonciertes Filme und Wirklichkeiten Gefangen in Bildern der Kamera Geschichtsbilder Animation und Comics Sammelmappe weitere Kategorien
Brand Upon the Brain
(Aufführung in der Deutschen Oper)
Nach diesem Abend wünscht man sich, es möge solche Veranstaltungen öfter geben. Der Gesamteindruck, den Orchester, Sound Effekt Squad und Isabella Rosselini als Erzählerin in Verbindung mit Guy Maddins ohnehin beeindruckendem Film erzeugen, gefällt und überzeugt auf Anhieb.
Vor allem klanglich ist die Begleitung durch Orchester und Live Sound Effekte eine - im doppelten Sinne - Verfeinerung des Films. Gegenüber den üblichen Begleitmusiken bei Stummfilmen ist dies wesentlich präziser und die Bandbreite der Klangerlebnisse breiter.



Dies gilt um so mehr als es sich bei "Brand Upon the Brain" eben einen zeitgenössischen Film handelt und die nichtfilmischen Ingredenzien eben gerade einen eigenständigen Wert haben, stärker als dies bei vielen Begleitmusiken zu klassischen Stummfilmen der Fall ist.

Das einzige Manko ist, dass das Sound Effekt Squad dem Orchester auf weiten Strecken nicht nur ob der Faszination die Show stiehlt, sondern auch in Hinsicht der Lautstärke eher etwas zu laut war.

Maddins Film geling es in grossartiger Weise Elemente der Bildsprache des Stummfilms zu nutzen, um auch in der Erzählstruktur in einer Logik arbeiten zu können, die im Medium des modernen Tonfilms so wohl nicht funktionieren würde. Die Durchwebung des Films mit Elementen von Psychoanalytik und frühen Detektivsequels lockert gleichzeitig in ansprechender Weise den "Gender Trouble" auf, der den Plot weit über eine Hommage, wie sie etwa Maddins famoser Kurzfilm "The Heart of the World" darstellt, hinaus auf und schafft eine Analytik im Bild wie sie eben nur Stummfilme vermögen.



Die Spektakelhaftigkeit der Aufführung andererseits und die Abweichungen Maddins von der Stummfilmästhetik transformieren dabei ihrerseits die Fremdheit des Stummfilms, dessen Bildsprache oft erst die seither erfolgten visuellen Konditionierungen erfahrbar macht, in eine artifizielles Filmerleben, dass neben allem Vergnügen immer auch Distanz ermöglicht.

Gerade auch das Aufeinandertreffen von Kino- und Opernpublikum und die sichtliche Überfordertheit von Teilen des Personals der Deutschen Oper, lassen hoffen, dass diese Art der Verunsicherung Schule macht.

orcival 16. Februar 2007 (0 Shpiel) gefangen in Bildern der Kamera
  ... your shpiel! ... link